Bundesliga-Aufstieg des Buxtehuder SV jährt sich zum 30. Mal

BSVAm 8. April 1989 sind die Handballerinnen des Buxtehuder SV in die Handball-Bundesliga aufge-stiegen. Dieser besondere Tag in der Geschichte des BSV jährt sich am kommenden Montag zum 30. Mal. Das Jubiläum feiert der BSV.

Bis zum Erscheinen des großen BSV-Live-Sonderheftes am 24. April werden auf der Homepage des BSV www.bsv-live.de regelmäßig spannende Geschichten und Bilder aus den vergangenen 30 Jah-ren veröffentlicht. Alles zusammen und weitere Themen werden dann mit dem BSV-Live-Sonderheft kompakt erscheinen.

30 Jahre Bundesliga bedeuten auch 30 Trikots. Der Buxtehuder SV hat die Trikots aus jeder Bundesliga-Saison auf einem großen Foto zusammengestellt und schickt seine Fans auf eine Reise durch drei Jahrzehnte Handball-Geschichte. Die Trikots werden von aktuellen Jugendspielerinnen des BSV getragen.

Doch wie kam es überhaupt dazu, dass in Buxtehude Bundesliga-Handball gespielt wird. Einen chronologischen Ablauf mit den wichtigsten Ereignissen bis zum Tag des ersten Bundesliga-Spiels am 7. Oktober 1989 gegen den 1. FC Nürnberg verdeutlicht die Entwicklung des Frauen-Handballs beim BSV:

Juli 1976: Hans Dornbusch – damals 38 Jahre alt und eigentlich Trainer der Männer-Mannschaft – schart auch eine Gruppe junger talentierter Spielerinnen um sich für eine dritte BSV-Mannschaft. Den älteren Spielerinnen der 1. und 2. Mannschaft gefällt die vereinsinterne „Konkurrenz“ nicht, sie verlassen den Verein. Das kann auch der neue Abteilungsleiter nicht verhindern. Der ist erst 19 Jahre jung und heißt – Peter Prior. Hans Dornbusch und seine jungen Mädchen – Buxtehuder Ta-lente sowie Spielerinnen seiner ehemaligen Beckdorfer A-Jugend – steigen also schon vorm Sai-sonstart zweimal auf: Statt in der 5. Hamburger Liga gehen sie nun als „BSV 1“ in der 3. Hamburger Liga an den Start.

April 1977: Das erste Wunder – die Mannschaft steigt sofort auf, ist nun schon in der 2. Hamburger Liga.

April 1978: Das nächste Wunder – die Mannschaft steigt gleich noch mal auf in die Hamburger Oberliga.

Januar 1985: Der BSV gewinnt erstmals den Hamburger Pokal – Gegner im Finale ist kein geringe-rer als Bundesligist TH Eilbeck, noch dazu in dessen Heimhalle Ritterstraße.

31. März 1985: Vor der Rekord-Kulisse von 350 Zuschauern in der Halle Nord gewinnt die Dornbusch-Truppe gegen den TSV Ellerbek mit 23:14. Hamburgs Handball-Boss Hans Hardeland gratuliert zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die Regionalliga. Noch immer sind etliche Spielerinnen dabei, die neun Jahre zuvor im Jahnstadion das Abenteuer gestartet haben.

11. April 1987: Über 70 Buxtehuder Fans begleiten ihr Team nach Lüneburg. Es wird – vor 400 Zu-schauern – das erwartet schwere Spiel gegen die Eintracht mit der ehemaligen 111-fachen National-spielerin Sigrid Berndt. Erst in der Schlussphase biegt der BSV auf die Siegerstraße ein, gewinnt 19:17. Der BSV spielt ab sofort in der 2. Bundesliga.

1. April 1989: Sieg gegen Braunschweig (22:20). Vor den letzten beiden Spielen fehlt nur noch ein Punkt zum Aufstieg in die Bundesliga.

8. April 1989: Der BSV gewinnt ihr letztes Heimspiel in der 2. Bundesliga gegen TuS Alstertal mit 19:15 und steigt in die Bundesliga auf. Fast 1.000 Fans feiern ihre Heldinnen.

7. Oktober 1989: Der BSV bestreitet sein erstes Spiel in der Bundesliga. Gegen den 1. FC Nürnberg gibt es ein 17:16-Heimsieg. Der Beginn einer bis heute andauernden Erfolgsgeschichte.

Zweimal gewinnt der BSV den Europapokal (Euro-City-Cup 1994, EHF-Challenge-Cup 2010) und zwei-mal den DHB-Pokal (2015 und 2017). Zudem wird die Mannschaft bis heute viermal deutscher Vize-meister.