Direkt zum Inhalt
01.04.2026 15:24

Liebe Vereinsvertreterinnen,
liebe Vereinsvertreter,

wir möchten alle Mitgliedsvereine transparent über eine Initiative des Handballverband Schleswig‑Holstein (HVSH) informieren und alle Vereine des Hamburger Handball‑Verbands (HHV) auf einen einheitlichen Informationsstand bringen, weil mittelbar oder unmittelbar alle Vereine betroffen sind.

Das Thema ist vielschichtig und komplex und betrifft mittelbar oder unmittelbar alle Vereine des HHV. Vor diesem Hintergrund werden wir alle Vereine zu einem Online-Austausch per E-Mail einladen. Der Termin ist ferienbedingt der 15.04.2026.

Der Hintergrund 

Der HVSH hat in der vergangenen Woche alle Vereine mit Sitz in Schleswig‑Holstein, die sich dem Hamburger Spielbetrieb angeschlossen haben, zu einer Informationsveranstaltung nach Ellerau eingeladen. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Überlegung, künftig alle Staffeln und Ligen aus Hamburg und Schleswig‑Holstein in einem Spielgebiet zusammenzuführen.

Hintergrund dieser Initiative ist die Situation im südlichen Schleswig‑Holstein. Dort ist die Zahl der Vereine in einzelnen Kreisen inzwischen so gering, dass Staffeln teilweise nur noch unter Inkaufnahme sehr weiter Fahrtwege gebildet werden können. Um diesem Problem zu begegnen, wirbt der HVSH derzeit gezielt um Vereine mit Vereinssitz in Schleswig‑Holstein, die aktuell im Hamburger Spielbetrieb aktiv sind, um den eigenen Spielbetrieb durch weitere Vereine zu erweitern und zu stabilisieren.

Der HHV dem HVSH vorgeschlagen, den Spielbetrieb testweise in denjenigen Staffeln zusammenzuführen, in denen sowohl in Hamburg als auch in Schleswig‑Holstein derzeit nur wenige Teams gemeldet sind und keine attraktiven Staffeln gebildet werden können (z. B. weibliche A‑Jugend, Ü33 Frauen, Ü40 Männer). Dieser Vorschlag wurde vom HVSH nicht aufgegriffen.

Das Präsidium des HHV hat den HVSH in diesem Zusammenhang mehrfach darauf hingewiesen, dass sich in Hamburg seit vielen Jahren ein zentral organisierter Spielbetrieb ohne Untergliederungen und der kurzen Wege bewährt hat. Dies stellt aus unserer Sicht einen wesentlichen Mehrwert für Vereine, Aktive und Ehrenamtliche dar. Unabhängig davon ist bislang ungeklärt, welchen Stellenwert, welche Aufgaben und welche Verantwortlichkeiten die autonomen 14 Kreishandballverbände in Schleswig‑Holstein künftig behalten sollen. Der HHV lehnt es jedenfalls ab, sich in die Kreisstruktur des HVSH zu integrieren.

Die Zusammenarbeit innerhalb der Handballregion Nord (HRN) ist derzeit auf Eis gelegt. Dies gilt ausdrücklich nicht für die Regionalliga, die weiterhin unabhängig hiervon organisiert und fortgeführt wird.

Die Informationsveranstaltung des HVSH steht zudem in einem nicht zu übersehenden Spannungsverhältnis zur repräsentativen Verbandsdemokratie, da der HVSH außerhalb der bundesweit anerkannten Entscheidungs‑ und Kommunikationswege agiert.

01.04.2026, HHV-Präsidium