Who is who beim Hamburger Handball-Verband - Folge 5: Adrian Wagner, Schulsportkoordinator und Auswahltrainer m98

Mit persönlichen Erfahrungen optimal fördern

Lebenslauf: Der Hamburger Jung‘ ist zurück in der Heimat

Seit knapp zwei Jahren ist Adrian Wagner nach einer Odyssee durch ganz Deutschland wieder dort, wo alles begann: In seiner Geburtsstadt Hamburg. Der gelernte Bankkaufmann unterschrieb 2011 beim Zweitligisten Vfl Bad Schwartau einen Zweijahresvertrag. Nebenbei arbeitet der 34-jährige, der mit seiner Familie in Hamburg wohnt, für den Hamburger Handball-Verband als Schulsportkoordinator. Damit schließt sich für Wagner ein Kreis: Er, der als Neunjähriger selbst über den Schulsport zum Handball kam, will nun über seine Tätigkeit beim Verband neue Talente in den Schulen finden und sie für Handball begeistern. Wagners Alltag ist mit dem aktiven Sport und seinem Job vom Handball geprägt - wird das nicht manchmal zu viel? „Ich reise sehr gerne und pflege meine Freundschaften“, sagt Wagner lächelnd. „Das gibt mir die Gelegenheit, auch mal abzuschalten.“

Handball: Vom AMTV bis zum THW Kiel

1987 begann Wagner seine Handballkarriere beim AMTV. Bereits in der Jugend erfolgreich, gewann „seine“ Mannschaft in der C-Jugend die überregionale Endrunde und wurde Deutscher Meister. Nach neun Jahren bei dem Rahlstedter Verein zog es ihn 1996 zum Vfl Bad Schwartau, den er 2003 ein Jahr nach der Umbenennung in HSV Hamburg Richtung Kiel verließ. Mit dem THW holte er zwei Deutsche Meisterschaften, bevor es über Dormagen (2006/07) und Gummersbach (2007-2011) zurück nach Schwartau ging und sich so ein weiterer Kreis schloss. Zu der Tätigkeit beim Verband kam der ehemalige deutsche Nationalspieler über sein Engagement für die Handball Akademie Hamburg, deren Marketingleiter er ist. „Die sportlichen Kernziele der Akademie und des Verbandes haben einen gemeinsamen Nenner – nämlich die Hamburger Handballtalente vereinsübergreifend und optimal zu fördern“, erklärt Wagner. „Deshalb sind wir – Landestrainer Erik Wudtke, die Akademieleitung und ich – zu dem Schluss gekommen, dass es gut und sinnvoll wäre, wenn ich in beiden Institutionen arbeite.“ Doch was fasziniert ihn so an diesem Sport, für den und mit dem er seit Jahren unterwegs ist? „Handball ist eine schöne Mischung aus Kraft, Athletik, Schnelligkeit und Ballgefühl“, versucht sich Wagner an einer Erklärung. „Das bietet den verschiedensten Arten von sportlichen Talenten die Möglichkeit, im Handball individuelle Erfolge feiern zu können.“

Aufgaben: Talente finden und optimal fördern

Genau dort – bei der Talentsichtung und Talentförderung – setzt sein Job an: Als Schulsportkoordinator kümmert Wagner sich seit Sommer 2011 um die Schnittstelle zwischen Vereinen und Schulen, als Trainer betreut er den Förderkader m98. Zudem ist er jahrgangsübergreifend verantwortlich für das Positionstraining. „Des Weiteren unterstütze ich unseren Landestrainer bei der Durchführung verschiedenster Jugendprojekte“, führt Wagner aus. Als ein Beispiel dafür ist  die AOK-Grundschulhandballwoche zu nennen. Es ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, egal ob Anfänger oder Handballtalent, die ihn begeistert. „Das Interessante an meiner Tätigkeit ist es, meine persönlichen Erfahrungen zu nutzen, um dem Verband zu helfen, zukunftsorientiert und den aktuellen Umständen entsprechend seine nachweislich vorhandenen Talente optimal zu fördern.“

 

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